Zum Inhalt springen

Wohnen+ beim WaWi Afterwork

Erstellt von Marcus Eberlei |

Beim monatlichen Afterwork des Wangener Wirtschaftkreises in Dürren am 6.8.19 hat die Genossenschaft Wohnen plus Wangen e.G. ihr Konzept für 30 Wohnungen auf dem ERBAGelände in Wangen vorgestellt. Architekt Theo Keller und Vorstandsfrau Christine Bretzel erläuterten das Besondere des Genossenschaftsansatzes, den Mehrwert „Gemeinschaftlichen Wohnens“, und die Vorteile, die sich die Bewohner und die Stadt Wangen davon erhoffen können.
So wollen die gut 100 Mitglieder der Genossenschaft einen Beitrag zum ökologischen und sozialen Leben in Wangen leisten. Sicherer Wohnraum wird Genossenschaftsmitgliedern möglichst günstig zur Verfügung stehen, frei von spekulativen Verwertungsinteressen. Sie bieten gerade auch Menschen, die sich ein Eigenheim nicht leisten können oder wollen, die Möglichkeit in den Genossenschaftshäusern zu leben und tragen damit zur sozialen Durchmischung des neu entstehenden Stadtteils bei. Alle Mitglieder übernehmen finanzielle Verantwortung für das Projekt. In den Häusern von wohnenPlus leben Menschen jeden Alters als Singles, Paare, Familien oder als Alleinerziehende. Kinder werden als Bereicherung und als Garant für Lebendigkeit betrachtet. Den Wohnenden soll hier ein selbstbestimmtes Leben bis ins hohe Alter ermöglicht werden. Gemeinschaftsräume ergänzen abgeschlossene Wohnungen. Ein Umziehen in der Anlage bzw. ein Tauschen von Wohnungen ermöglichen die Anpassung an sich ändernde Lebensumstände. Die Anlage wird weitgehend barrierefrei. WohnenPlus e.G. ist eine selbstverwaltete Organisation. Jedes Mitglied hat eine Stimme und trägt das Projekt mit seinen Zielen mit. Für die Mitarbeit und Mitsprache bei Entscheidungen gibt es Arbeitskreise, gewählte Organe und Mitgliederversammlungen. Das Prinzip von Teilen und gemeinschaftlichem Nutzen ermöglicht Dinge wie: geteilte Alltagsgestaltung, Engagement für Kinder oder gebrechliche Mitbewohner uvm. Geteilt werden Autos, Gästezimmer, Waschmaschinen, Werkzeuge usw. Gemeinsame Aktivitäten bringen die GenossInnen einander näher.

Es gab nach dem Vortrag eine längere Diskussion. Die Teilnehmer fragten rege nach, und die Vertreter des Wohnprojektes erklärten manche weiteren Details. Auch die Möglichkeit Geld anzulegen wurde dargestellt. Die Wohngenossenschaft braucht noch Einlagen zur Eigenkapitaldeckung. Wer der Genossenschaft Geld zur Verfügung stellen möchte, erhält dafür 1,5 % Zinsen (ab Bezug). Dafür muss der geneigte Interessent zunächst Mitglied werden. Dann kann er freiwillige Einlagen machen. Genaueres dazu wird im persönlichen Gespräch erklärt.

Zurück