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Frühstück im Rathaus dient dem gemeinsamen informellen Austausch

Erstellt von Susanne Müller |

Das inzwischen zur Institution gewordene Unternehmerfrühstück im Wangener Rathaus hatte auch dieses Mal Magnetwirkung. Der Ratssaal war mit rund 100 Personen komplett voll besetzt, das vom Wangener Wirtschaftskreis (WaWi) organisierte Ereignis im Vorfeld schon lange ausgebucht. Für den WaWi begrüßte Vorstandsmitglied Marcus Eberlei die Gäste. 121 Mitglieder hat der Kreis inzwischen, der gleichermaßen Organisator wichtiger Veranstaltungen, wie auch von regelmäßigen Netzwerk-Zusammenkünften ist. So verwies Eberlei auf die monatlichen „After Work“-Treffen ebenso wie auf das künftig zweimonatig stattfindende zwanglose WaWi-Frühstück sowie auf das nächste Großereignis, die Ausbildungsmesse. Sie sei mit 170 Ausstellern aus vier Ländern inzwischen die größte Ausbildungsmesse zwischen Wangen und Ulm, sagte Eberlei.

Oberbürgermeister Michael Lang gab einen informativen Überblick über die Entwicklungen in der Stadt mit besonderem Fokus auf die Wirtschaft. Viele Betriebe haben in den vergangenen Monaten expandiert und an- oder neu gebaut. Viele Bauvorhaben sind aber auch noch im Gang. Dass Gewerbeflächen gesucht sind, zeigt sich unter anderem an der Gewerberaumbörse der Stadt Wangen, in der derzeit gerade noch sieben Objekte verzeichnet sind. „Das sind so wenige wie noch nie“, wie Lang sagte. Auf den Flächen der ehemaligen NTW stehen jedoch in Zukunft 25 000 Quadratmeter zur gewerblichen Nutzung an. In der ERBA geht die Entwicklung auch auf diesem Sektor voran. In der Neuen Spinnerei seien derzeit noch eine große, 600 Quadratmeter-Immobilie, sowie eine kleinere mit gut 200 Quadratmeter zu haben.

OB Lang präsentierte die Kernzahlen der Wangener Wirtschaft: die Zahl der 356 Arbeitslosen ist so niedrig wie zuletzt 2011. Gleichzeitig ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Versicherten mit 11762 so hoch wie nie. Fast analog stieg die Zahl der Einpendler in den vergangenen vier Jahren um rund 1170 und die Zahl der Auspendler um rund 670. Entsprechend hielten sich die Gewerbesteuereinnahmen der Stadt Wangen vier Jahre lang in Folge auch hohem Niveau mit dem Rekordergebnis von 17,4 Millionen Euro 2019. OB Lang dankte den Gewerbesteuerzahlern in der Stadt, von denen er viele begrüßen konnte.

Dass sich die Wirtschaft derzeit in schwierigem Umfeld bewegt sprach er ebenfalls an: Brexit und Corona-Virus, eine Banken- und Finanzbranche, die wegen der Zinspolitik der EZB durch schwere Zeiten geht.  Dazu gibt es immer wieder neue Hindernisse in den Handelsbeziehungen weltweit. „Es ist wichtig, dass wir uns einen guten Zusammenhalt bewahren“, sagt Lang und sandte mit Blick auf die Vergangenheit ein optimistisches Signal aus: „Die Wangener Wirtschaft hat sich immer gut an sich wandelnde Verhältnisse angepasst“, sagte er.

Dass es vielen Unternehmen in der Region gut geht, zeigte sich an Hand einiger Beispiele. Zahlreiche Firmen haben in jüngster Zeit gebaut oder sind noch dabei. Auch über Entwicklungen aus der Stadt heraus informierte OB Lang. Er ging auf geplante Baugebiete ebenso ein, wie auf Verkehrsthemen sowie die laufenden Vorbereitungen zur Umgestaltung der Argen und des ERBA/Auwiesen-Areals im Zuge der Vorbereitungen zur Landesgartenschau. 

Wolfgang Endel, ebenfalls WaWi-Vorstandsmitglied, dankte für die Gastfreundschaft im Rathaus und sagte mit Blick auf den Vortrag: „Es ist sehr beeindruckend, was die Stadt vorantreibt.“

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